Themenschwerpunkt: Ökologie
Der Gartenbauverein Mainburg leistet mit aufwendiger, ehrenamtlicher Pflege der
Streuobstwiese vor Ebrantshausen einen wertvollen Beitrag in Sachen Ökologie,
Artenvielfalt und Insektenreichtum.
Er zeigt durch Lehrvorträge und Kurse vor Ort in der beispielhaften Anlage
Möglichkeiten auf, wie man in seinem Garten durch geringe Maßnahmen für Arten- und
Insektenvielfalt sorgen kann.

Der Verein pflegt die 30 Obstbäume mit regelmäßigen Schnittmaßnahmen um einen Blütenreichtum und damit Nahrung für die Wildbienen zu bieten. Auch das Obst dient als Nahrung für viele Kleinlebewesen wie Igel, Mäuse, Hasen und Insekten. Ergänzend stehen noch einige Bäume wie Linden, Eichen, Eschen und eine Vielzahl an Wildbeeren.

Für die Insekten wird eine blühreiche Blumenwiese gepflegt um Nahrungsreichtum auch über die Sommermonate vorzuhalten. Sie wird nur 1x im Jahr im Frühjahr gemäht und jährlich nachgesät um die Blütenvielfalt zu erhalten und vielen Schmetterlingen, Hummeln und Bienen einen gehaltvollen Tummelplatz zu bieten.

Außerdem wurde ein Sandarium angelegt, um den Wildbienen und anderen erdbewohnenden Insekten eine Nistmöglichkeit zu bieten, nachdem ca. 75% der vorkommenden Wildbienen im Erdboden nisten ist dies ein wichtiger Bereich.

Mit dem Schnittgut der Obstbäume füttert der Verein eine Totholzhecke auch Benjeshecke genannt. Sie bietet vielen Kleinlebewesen wie Vögel und Igel ein sicheres
Versteck und einen vor Wind, Sonne und Regen geschützten Nistplatz und sie wächst jährlich weiter.

Ein wichtiger Lebensraum für wärmeliebende Reptilien wie Eidechsen und Blindschleichen sind Steinhaufen. Sie bieten aber auch Spinnen, Schnecken und anderen Insekten ein sicheres Versteck und dienen für alle als Sonnenplatz und geschütztes Überwinterungsquartier.

Von dem Mainburger Imkerverein betreut, läuft im 2. Jahr in unserem Lehrgarten das Projekt „Imkern auf Probe“. Interessierte Jungimker werden von erfahrenen Imkern
über ein Jahr betreut und erlernen so alles notwendige über den Umgang mit den Bienenvölkern bis hin zur Honigernte.
Alle Obstbäume sind mit QR-Codes beschriftet, mit dessen Hilfe man alles Wissenswerte über die Sorten vor Ort erfährt.

